Bei Glyphosat gibt es keine BUH-Männer nur Entwicklungen zu verpassen

Glyphosat ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt und ein sogenanntes „Totalherbizid“. Es tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch so verändert wurde, dass sie den Herbizideinsatz überlebt. Bekannt ist es vor allem unter dem Markennamen „Roundup“, ein Produkt von Monsanto. Glyphosat ist laut Krebsforschungsagentur der WHO wahrscheinlich krebserregend beim Menschen – und es trägt maßgeblich zum Artensterben in der Agrarlandschaft bei. Auch in Neukirchen-Vluyn ist in den letzten Jahren tendenziell ein Rückgang von Insekten, Bienen und Singvögeln zu beobachten.

Dieses Bewusstsein hat die SPD Fraktion im Februar dieses Jahres in der Sitzung des Bau-, Grünflächen- und Umweltausschusses dazu bewogen, einen Antrag zu stellen, welcher darauf abzielt, dass sich die Stadt dem Bündnis der pestizidfreien Kommunen anschließt, um auch Neukirchen-Vluyn für dieses europaweit aktuelle Thema zu sensibilisieren und zukunftsfähig zu gestalten.

Aufgrund des Sitzungsverlaufes hatten die Mitglieder der SPD Fraktion im Bewusstsein die Abstimmung zum eigenen Antrag zu gewinnen, die Einführung eines Runden Tisches zum Thema Glyphosat beantragt, um der örtlichen Landwirtschaft die Gelegenheit zu geben, sich vor einer Beschlusslage aktiv einbringen zu können.

Infolge dessen wurden durch die Verwaltung zwei Gesprächstermine in den Monaten April und Juni unter Einbeziehung breitest möglichen Sachverstandes organisiert, welche allerdings nicht zu einer Veränderung der Position der SPD Fraktion führte.

An dieser Stelle sei dem technischen Beigeordneten Hr. Geilmann und seinem Team für die zeitnahe Umsetzung gedankt.

Aufgrund des Hinweises der Bauernschaft bei diesen Gesprächen, dass sich die verbotsbetroffenen städt. Pachtflächen zum Teil mitten in deren Gesamtarealen befinden und sich die weitere Bewirtschaftung der Gesamtflächen durch das anstehende Glyphosat Verbot auf den Pachtflächen schwierig gestalten könnte, wurde seitens unserer Fraktionsmitglieder der Vorschlag unterbreitet, hier der gleichen Größe entsprechende Flächen zum Tausch anzubieten.

Des weiteren wird durch die Stadtverwaltung derzeit eine offizielle Zusammenstellung erarbeitet, wo in Neukirchen-Vluyn welche Pestizide und Herbizide eingesetzt werden.

Gemeinsam abgestimmtes Ziel ist es, spätestens in der letzten Ratssitzung des laufenden Jahres, wie bekannt, zu beschließen, um der Bauernschaft zu ermöglichen, rechtzeitig im nächsten Jahr Fördermittel der EU zu beantragen.

Wichtig war und ist der SPD Neukirchen-Vluyn, dass in unserer Landwirtschaft mit so wenig Gift wie möglich gearbeitet wird.

Wir sind uns der generationsübergreifenden Verantwortung auch dieser Thematik voll bewusst.

Der Menschheit steht nur diese eine Erde zur Verfügung. Wir sollten gut und nachhaltig damit umgehen!

 

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