Bericht unserer OV Vorsitzenden zum Bundesparteitag in Wiesbaden

Bericht unserer Vorsitzenden Elke Buttkereit zum Bundesparteitag in Wiesbaden:

Gestern Morgen um 7 Uhr habe ich mich auf den Weg nach Wiesbaden gemacht, gespannt und mit dem Wissen, dass wir heute eine Parteivorsitzende wählen werden.

Eine Frau als Vorsitzende war schon lange überfällig, daher ein guter Tag für die SPD.

Wenn wir allerdings die Erneuerung der Partei, unserer Ziele daran festmachen, dass eine Frau die Partei führt – sind wir von #spderneuern noch weit entfernt.

Die Vorstellung von Simone Lange ist nicht gut, sie nimmt mich nicht wirklich mit und zeichnet kein genaues Bild ihrer Vorstellung wo es mit der SPD hingehen soll. Schade.

Andrea Nahles ist gewohnt kämpferisch und zeigt, dass sie will. Sie hat ihre Themen, ihre Erfahrung und sie ist vernetzt, aber sie ist eben auch Teil der so oft kritisierten „Blase“ in Berlin.

Ich persönlich bleibe kritisch ob die Mamut Aufgabe Fraktionsvorsitzende in der großen Koalition und gleichzeitig Parteivorsitzende zu sein, nicht zu viel ist, um beide Jobs wirklich gut zu machen.

Die Sehnsucht in der SPD danach die beschworene Arbeiterpartei mit den richtigen Themen, der richtigen Sprache, den richtigen Aussagen wieder in die Herzen der Wähler zu pflanzen ist ungemein hoch.

Ich habe dann meine Stimme Simone Lange gegeben, aus eben den oben angeführten Gründen.

Andrea Nahles startet mit 66,35 % in ihre neue Aufgabe. Dieses Ergebnis spiegelt für mich nicht die Zerrissenheit der Partei wieder, sondern die Sorgen um die Partei und auch die Sorgen um die Menschen für die wir Politik machen wollen.

Andrea Nahles muss nun zeigen, dass sie es wirklich kann – nicht nur kämpferisch, sondern auch zuhörend, annehmend und mit einem Händchen für die Basis.

Ich wünsche ihr viel Erfolg und Glück für die anstehenden Aufgaben.

Jetzt ist gewählt und jetzt müssen wir arbeiten – in Berlin und hier in Neukirchen-Vluyn