RP Meldung vom 01.02.2018: „Stadt führt Gespräche über Niederberg-Illumination“

Als im Jahr 2015 die Fördertürme der stillgelegten Zechen Niederberg in einer einmaligen Aktion nachts beleuchtet wurden, waren viele Menschen begeistert. Wolfgang Schubert und Rolf Arno Specht widmen sich seit Jahren unter dem Namen „Lichtwechsel.Ruhr“ der Verschönerung einstiger Industriearchitektur durch LED-Licht.

„Die Reaktionen damals waren fantastisch“, sagt Stadtsprecher Frank Grusen. Seither wurde in der Verwaltung und in der Politik darüber nachgedacht, ob eine solche Illumination nicht dauerhaft installiert werden könnte.

Die SPD-Fraktion möchte nun das Vorhaben forcieren. Ein Antrag für die nächste Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport bringt das Projekt in Verbindung mit dem Abschied vom Steinkohlenbau in der Region, der Ende 2018 ausläuft. „Damit geht eine Zeitepoche zu Ende“, schreibt Günter Zeller, der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende. Dies sei ein Anlass die Geschichte des Bergbaus, die auch Neukirchen-Vluyn geprägt habe, zu würdigen. Die Illumination sei zugleich ein Zeichen „einer Neuentwicklung“.

Die SPD-Fraktion sieht außerdem gute Chancen, für das Projekt Fördergelder zu erhalten: „Durch die Schaffung der „Initiative Glückauf Zukunft“ seitens der RAG-Stiftung, der RAG, Evonik und mit Unterstützung der IGBCE sowie durch die finanzielle Ausstattung mit insgesamt 30 Millionen Euro bietet sich für Neukirchen-Vluyn die Chance, an dem Fördertopf zu partizipieren.“ 15 Millionen Euro seien gebunden als Unterstützung für den Umbau des Bergbau-Museums in Bochum, die anderen 15 Millionen Euro sollten aber Projekte aus den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung und Sport, die der Würdigung des Bergbaus, aber auch als Signale für den Aufbruch dienen, bis Ende 2018 fördern.

Für die Sozialdemokraten wäre eine dauerhafte nächtliche Beleuchtung der Zechengebäude auch ein weiteres Stück der Gestaltung der neuen Siedlung Niederberg. „Die Chance, neben der Künstlerfigur ‚Bergmann‘ etwas Dauerhaftes mit Fördergeldern auf der ehemaligen Zechenfläche als Erinnerung schaffen zu können, sollten wir nicht verstreichen lassen.“

Die Neukirchen-Vluyner Stadtverwaltung hat bereits Gespräche zum Thema der Illumination in die Wege geleitet. „Am kommenden Montag gibt es einen Termin, an dem unter anderem die Enni, die RAG und die Initiatoren von ,Lichtwechsel.Ruhr‘ teilnehmen“, teilte Grusen gestern mit. Auch die RAG-Stiftung, die von der SPD bereits ins Gespräch gebracht wird , ist dabei eingebunden.

Quelle: RP